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Ringelblume (Calendula )

Botanik und Zubereitungen

Calendula, die Ringelblume, steht seit Jahrhunderten als heimische Heilpflanze in hohem Ansehen. Im Volksmund wird sie auch Magdalensblume, Regenblume und Totenblume genannt. Sie ist häufig als Zierpflanze in Gärten zu finden, wächst aber auch wild und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.

Die Blume erreicht eine Höhe von 40-50 cm, und die orangegelben Blüten sind von Juni bis oft noch in den Oktober zu sehen. Die Form der Blüte lässt erkennen, dass sie zur Familie der Korbblütler/ Kompositen gehört. Die Bezeichnung »Compositae« geht auf die »Komposition« der Blüte zurück, die aus zwei besonderen Formen zusammengesetzt ist. Der Blütenkopf wird aus Röhrenblüten gebildet, den die Rand- oder Strahlenblüten kranzartig umschließen. Sonnenblume, Kamille und Gänseblümchen sind die bekanntesten Vertreter dieser Art.

Der Name »Ringelblume« hat seinen Ursprung wahrscheinlich in der geringelten Form des Samens. Die kalkliebende Pflanze wird auch als »Wucherblume« bezeichnet, weil sie sich aufgrund ihrer unermüdlichen Vegetationskraft schnell und üppig ausbreitet.

Die Bezeichnung »Regenblume« stammt von der Fähigkeit der Calendula, dem Menschen als Regenanzeiger zu dienen. Wenn morgens nach sieben Uhr die Blütenköpfe noch geschlossen sind, ist mit großer Sicherheit am gleichen Tag mit Regen zu rechnen.

Geschichte und Signatur

Die alten Heilkundigen nannten umfangreiche Indikationen für die Anwendung der Ringelblume, die in der heutigen Pflanzenheilkunde wenig bekannt sind. Vom heiligen VIRGIL (um 700) ist überliefert, dass er die Heilkraft der Calendula bei Krebserkrankungen hervorhob. Dieser Hinweis findet sich auch heute noch in der homöopathischen Literatur, ist aber eher undifferenziert, Bestätigungen und Erfahrungsberichte fehlen.

Albertus MAGNUS (1193 - 1280) setzte die Pflanze gegen Bisse giftiger Tiere ein und empfahl sie bei so genannter Milz- und Leberverstopfung. Der islamische Philosoph und Arzt AVICENNA (980-1037) verordnete die Ringelblume als Geruchsmittel gegen Ungeziefer und als Niesmittel.
Die außerordentliche Vermehrungskraft der Pflanze deutet auf ihre Beziehung zum Geschlechtlichen hin. Bei Albertus MAGNUS ist zu finden, dass sie als »Mittel zur Erzwingung der Liebe« bekannt war. In England und bei den südslawischen Völkern soll sie noch heute von wenigen Wissenden
dafür gebraucht werden. Der und Botaniker Hieronymus BOCK gab der Ringelblume aufgrund dieser Wirkung den griechischen Namen »katananke« (Zwang).

Indikationen und Anwendungen

In der neuzeitlichen Pflanzenheilkunde wird die Ringelblume in erster Linie als Wundheilmittel äußerlich eingesetzt. Als Umschlag oder als Salbe wirkt sie auf frische Verletzungen blutstillend und fördert die Granulation. Für den Umschlag werden 1-2 Teelöffel der Essenz auf einen Viertelliter Wasser gegeben.

Auch eitrige, nässende Wunden mit Gewebeverlusten und unzureichender Heilungstendenz sowie Geschwüre, Abszesse und Furunkel sprechen gut auf Calendula an. Bei frischen, blutenden Verletzungen empfiehlt sich die äußerliche Behandlung der Wunde mit Calendula-Umschlägen und gleichzeitiger innerlicher Verabreichung von homöopathischer, potenzierter Arnika. Je nach Schwere der Blutung muss die Calendula-Lösung konzentriert werden, und zwar bis zu l Teil Calendula-Essenz zu l Teil Wasser. Bei schweren Blutungen, z.B. durch einen Unfall, sollte neben der äußerlichen Wundversorgung Calendula als erstes Mittel, noch vor Arnika und Aconitum
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