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Akupunktur und Hypnose in Koblenz

Neurodermitis

Neurodermitis als allergische Erkrankung

Bei der Neurodermitis atopica handelt es sich um ein allergisches Syndrom, das durch eine IgE-vermittelte Immunreaktion vom Soforttyp bedingt ist und zu endogenen Ekzemen führt. Die Anlage wird autosomal vererbt.

Die Erkrankung beginnt meist in frühester Kindheit mit den Leitsymptomen quälender Juckreiz und nässendes Erythem, vorzugsweise an den Wangen. Mit zunehmendem Alter schwächt sich das Krankheitsbild meist deutlich ab.

Die Atopie (Bereitschaft, auf Stoffe aus der Umwelt überempfindlich zu reagieren) ist bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung mehr oder weniger stark ausgeprägt. Der Anteil steigt. Atopiker sind wegen ihres geschwächten Immunsystems besonders anfällig gegenüber Hautinfektionen.

Von Jahr zu Jahr wird die Palette der industriell hergestellten Chemikalien bzw. chemisch- technischen Produkte größer; parallel steigt die Zahl der Allergien und Allergiker. Es gibt jedoch auch natürliche Allergene: Pollen verschiedener Bäume und anderer Pflanzen, Lebensmittel bzw. deren Inhaltsstoffe.

Auch die Neurodermitis ist eine Form der Allergie. Man kann sie jedoch keinem bestimmten stofflichen Allergen zuordnen; auch seelische Komponenten können sie auslösen, die Stimmungslage hat Einfluss auf das Immunsystem.


Wer ist von der Neurodermitis betroffen?

Neurodermitis atopica ist inzwischen die häufigste Dermatose in der kinderärztlichen Praxis. Heute sind etwa fünfmal so viele Kinder von Neurodermitis betroffen wie 1960. Etwa drei Prozent der erwachsenen Bundesbürger leiden an Neurodermitis, jährlich werden 300000 Neuerkrankungen gemeldet.

Bei mehr als 50 Prozent kommt diese Dermatose vor Ablauf des ersten Lebensjahres zum Ausbruch und schwächt sich in vielen Fällen bis zur Pubertät ab. Etwa 60 Prozent der Neurodermitiker leiden lebenslang unter »empfindlicher« Haut.

Bei Neurodermitis handelt es sich um ein endogenes Ekzem. Die Veranlagung ist erblich: Bei etwa 80 Prozent der Patienten finden sich hereditäre Hinweise auf eine Atopie, eine allergische Rhinitis, allergisches Asthma oder Neurodermitis in der Familie.

Typische Verlaufsform der Neurodermitis

Das erste Anzeichen für eine Neurodermitis ist ein milchschorf-ähnlicher Ausschlag. Meist ab dem dritten Lebensmonat kommt es zu nässenden, leicht verkrustenden und unscharf begrenzten Erythemen mit starkem Juckreiz; die Nasen-/Oberlippenregion ist im allgemeinen nicht betroffen.

Später treten die Hautreaktionen vorzugsweise im Bereich Hals, Schultern, Stirn, Augenlider und in der Mundgegend auf. In den Ellen- und Kniebeugen finden sich stark juckende Regionen mit Schuppungsneigung. Die Haut ist extrem trocken, talgarm und sehr empfindlich.

Die Krankheit verläuft in Schüben; schon geringfügige Anlässe wie Schwitzen, Kontakt mit Katzenhaaren oder Vogelfedern, Pollen, Hausstaubmilben, Hautirritationen durch Kontakt mit Haushaltsreinigungsmitteln oder ungeeigneter Seife genügen, um das Krankheitsbild zu verschlimmern. Aber auch eine Mandelentzündung oder psychische Probleme und in manchen Fällen Hautreizung durch Wollfasern reichen aus, einen neuen Ausbruch oder eine Exazerbation zu provozieren.

Behandlung der Neurodermitis

Um die Neurodermitis erfolgreich zu behandeln, ist zuerst einmal wichtig, die Ursache zu ermitteln.

Aufgrund des allergischen Charakters dieser Krankheit müssen Nahrungsmittelallergien ausgeschlossen werden, denn diese führen bei Kontakt mit dem unverträglichen Lebensmittel zu einer massiven Ausschüttung von Histamin durch die Darmschleimhaut.

Bei manchen Patienten liegt auch eine Kontaktallergie vor. Diese ist oft schwer zu diagnostizieren, weil die Reaktion manchmal erst Tage oder Wochen später auftritt.

Durch die ablaufenden allergischen Reaktionen bilden sich viele Immunkomplexe, die sich im Körper ablagern und das Immunsystem reizen. Hier bewähren sich ausleitende Verfahren zur Entgiftung, besonders über die Leber und die Nieren. Die Haut wird in der Naturheilkunde auch als „dritte Niere“ bezeichnet, und wenn die Niere aktiviert und unterstützt wird, lässt sich damit die Entgiftung über die Haut wieder reduzieren, und die Entzündungen klingen ab.

Die Naturheilkunde befasst sich mit der Wiederherstellung des aus dem Gleichgewicht gebrachten Organismus durch Behebung von Mangelzuständen, die bei Betroffenen oft bestehen und die sich gut durch die Vollblutanalyse feststellen lassen.

Wenn sich das Krankheitsbild stabilisiert hat, dann können die bewährten Heilverfahren der Naturheilkunde wie Homöopathie oder Akupunktur den Heilungsprozess vorantreiben und abschließen.
Thema: Hautkrankheiten
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